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Nach einem 1:4-Fehlstart nach wenigen Minuten haben die Handballer der HSG Melle das Weser-Ems-Liga-Derby bei der Eickener Spielvereinigung gedreht. Nach 60 Minuten lag die Mannschaft von Trainer Mike Bordihn mit 25:22 in Front.


André Heidenescher gegen Guido Kunze (l.) und Eugen Rachmatulin

Guido Kunze (2.v.r.) gegen Dominik Hoff und André Heidenescher (r.)

Daniel Hoffmann (M.) gegen Melles Torwart Nico Roider

Dabei erwischten die Gastgeber von Trainer Carsten Gahlmann den besseren Start, profitierten von einer sicheren Deckung und einem treffsicheren Eugen Rachmatulin. Die HSG ließ sich von den Anfangsminuten nicht entmutigen und schaffte – vor allem durch die Treffer von Benedikt Franke – den Anschluss. Melle überzeugte durch die reifere Spielanlage, Eicken kam vor allem durch Einzelaktionen zum Erfolg, doch in der Folge zündeten die Ideen der ESV nicht mehr. Die Gäste gingen dank einer besseren Abwehrleistung und einer Steigerung von Torhüter Nico Roider in der 27. Minute erstmals in Führung (11:12) und gaben ihren Vorsprung nicht mehr ab. Zur Pause hieß es 12:14 aus Eickener Sicht.

Nach dem Seitenwechsel brauchte Eicken fast acht Minuten, um zum zweiten Torerfolg nach Wiederanpfiff zu gelangen – zuvor hatte nur Henrik Niederwestberg nachgesetzt und getroffen, aber der Kampfgeist schien die Gastgeber mehr zu hindern als zu beflügeln: Die ESV rannte wütend gegen den Rückstand an, scheiterte aber bei einem halben Dutzend Angriffen an den eigenen Nerven oder am starken Roider. Auch sein Gegenüber Simon Drosselmeier steigerte sich in den Schlussminuten noch einmal und hielt die Spielvereinigung bei einer Drei-gegen-sechs-Unterzahl mit zwei Paraden im Spiel (20:22, 55.). Vor allem verbale Undiszipliniertheiten führten in der Schlussphase zu Zeitstrafen. Eickens Aufholjagd endete mit Daniel Hoffmanns vergebenem Siebenmeter (ans Lattenkreuz), Dominik Hoff sorgte mit zwei Treffern für die Entscheidung zugunsten der Meller.

Fazit: Eicken fehlte ein Spieler, der die Mannschaft in der entscheidenden Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit mitreißen konnte. Der 24-jährige Rachmatulin zeigte für diese Rolle zwar zu Spielbeginn Potenzial, tauchte dann aber völlig ab. Die HSG hatte in Franke und später in Hoff ihre Torgaranten und konnte zudem sich zudem auf eine starke rechte Außenbahn verlassen.

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